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des Gefühles der Vaterlandsliebe bedient, um die Seelen zu verführen.“
Niederſitzend fuhr der Prieſter fort:
„Godmaert, ich komme, um einige Zeit mit Ludwig und Gertrud zu ſprechen; ich fürchte für meine geliebten Kinder.“
„Ludwig iſt noch nicht hier; aber Gertrud iſt bereit, Euch zu empfangen, Vater; ſie iſt im Bücherſaal.“
„Ich werde ſie finden; aber Godmaert, mein Sohn, mein Freund, mein Bruder, hört noch einmal auf meine Ermahnung... und verſcheucht die Thränen von meinen Wangen.“
„O ſprich, Vater! Ihr wißt, wie ſehr ich Eure Worte achte, und welche Liebe ich ſtets zu Euch gefühlt.“
Der Prieſter ergriff Godmaerts Hand und ſprach mit bewegter Stimme:
„Ich weiß es, mein Sohn. Dieſer Troſt bleibt mir immer, daß Ihr wohl irren, aber kein Verbrechen begehen könnt.“
Nachdem er einen Augenblick nachgedacht, begann der Prieſter wieder mit Nachdruck, und als ob eine fremde Stimme aus ihm ſpräche:
„Godmaert, Godmaert, der Feind Eures Gottes triumphirt in Eurem Vaterlande. Die Luft widerhallt täglich von Blasphemieen gegen den Glauben unſerer Vä⸗ ter; Banden von allerlei Ketzern, vom Satan angeführt, durchziehen unſer Land und verleiten unſre verblendeten Mitbürger. Sie haben ein Loſungswort, eine Fahne, worauf geſchrieben ſteht....
„Haß den Spaniern!“
„O nein, nein, Ihr täuſcht Euch:— Haß dem al⸗ ten Glauben der Belgier!— Es iſt nicht Philipps Thron, den ſie ſtürzen wollen, ſondern die Altäre unſres Gottes wollen ſie entheiligen und zertrümmern.— Und wiſſen, daß Ihr, mein Sohn, mein Freund, deſſen Herz ſo gerecht iſt, daß Ihr, Godmaert, unter dieſer Fahne ſtreitet, o dieß
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