Druckschrift 
Simon Turchi oder Die Italiener in Antwerpen (1550) : historische Erzählung aus dem sechzehnten Jahrhundert / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
Einzelbild herunterladen

täuſcht Ihr Euch ohne Zweifel, erwiderte Gero⸗ nimo. Steht nicht das Zeichen des Kreuzes in dem Ring über dem Halbmond, und ſoll das nicht eher bedeuten, daß der Glaube an Chriſtum über die Lehre Muhameds den Sieg davon getragen hat?

Aber warum nennt Ihr es ein Heiligthum?

Maria nennt es ſo; ich nicht. Es iſt ein amuleto, Herr; und hat es wirklich einige Kraft, ſo wird der Grund davon in dem grauen Steine lie⸗ gen, den Ihr da unter dem Kreuze bemerket. Die⸗ ſer Stein iſt ein Draconites, im Mohrenlande mit Lebensgefahr aus dem Kopfe eines Drachen ge⸗ wonnen.

Ein halb ſpöttiſches Lächeln trat auf das Ange⸗ ſicht des alten Ritters, während er ſtillſchweigend den Ring anſchaute. Nach einem Augenblick ſagte er:

Mich dünkt, Signor Geronimo, ich habe im

Plinius von dem Drakonites und ſeinen ungewöhn⸗

lichen Eigenſchaften geleſen; aber ich erinnere mich zugleich, daß der große Naturforſcher zu ſagen ver⸗ gißt, welches die eigentlichen Kräfte des Drachen⸗ ſteines ſind... So, ſo, Signore, Ihr vertraut auf dieſen Gegenſtand und meint, er vermöge Euch gegen die Mörderdolche zu ſchützen? Die Südländer Hahen eine ſonderbare Gottesfurcht; in ihrem Aberglauben verwechſeln ſie, was heilig iſt, mit Dingen, die ihre Kraft, wenn ſie wirklich einige Kraft beſäßen, den Beſchwörungen der Zauberer zu danken haben müßten!

Mit einer leichten Schaamröthe auf den Wangen antwortete der junge Edelmann: Ihr irrt Euch, Herr wenigſtens was mich

anbelang gung ſag hört hat auf dem wird ehr nicht der einige K. Und nich mir, mit daß es und Ung Es Eltern he lings ſelt Nein iſt mir ei mal in n ließ. W Amulet i daß es n

Geſchichte

Antwerpe räubern

der Berb an einen arbeiten würde, d