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Simon Turchi oder Die Italiener in Antwerpen (1550) : historische Erzählung aus dem sechzehnten Jahrhundert / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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In den Augen der Jungfrau blinkten Thränen;

gleichwohl antwortete ſie mit ſanfter Gelaſſenheit: Herr Vater, ich bin Deine niedrige Dienerin. Gebiete; ich werde ohne Murren gehorchen und in Demuth die verehrte Hand küſſen, die mir ein ſchmerzliches Opfer auferlegt.... Aber Geronimo, der arme Geronimo!

Bei dieſen letzten Worten fühlte ſie ihre Seelen⸗ ſtärke ſchwinden; ſchluchzend legte ſie ſich die Hände vor die Augen; ihre Thränen fielen wie glänzende Perlen vor ihren Füßen auf den Marmorboden.

Eine Weile ſchaute Herr Van de Werve ſeine Tochter mit aufſteigendem Mitleid an; dann faßte eer, überwunden von dem Anblick ihres Schmerzes, nochmals ihre Hand und ſprach, ſie zärtlich drückend:

Komm, meine liebe gute Maria, weine nicht länger. Wir wollen ſehen, was Signor Deodati auf die Erklärung meiner Bedingungen für eine Antwort gibt. Geronimo iſt von hoher Geburt; wenn ſein Oheim ihn mit zureichenden Gütern ausſtattet, wohlan, ſo ſei Dein Wunſch erfüllt.

O, lieber Vater, ſeufzte die Jungfrau zwiſchen ihren Thränen;das hängt von Deiner Geneigtheit ab. Wenn Du unmögliche Dinge von Signor Deo⸗ Hati begehrſt... ‚Nein, nein, ſei gutes Muthes, unterbrach ſie Van de Werve;ich werde ſuchen, meine Pflicht