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„Es iſt wahr, mein Kind,“ antwortete er;„aber nun der Augenblick der Entſcheidung ſich nähert, fühle ich mein Gemüth bekümmert. Wir ſind von erlauchtem Blute, Maria, und müſſen durch äußeren Schimmer und durch Prachtentfaltung den Glanz und Ruhm unſeres Geſchlechts aufrecht erhalten. Signor
eronimo, den Du vor allen andern zu lieben ſcheinſt, lebt hier in Antwerpen ſehr ſparſam; er geht mehr als einfach gekleidet und enthält ſich ſol⸗ ſer Ausgaben, die als Beweiſe von Reichthum und ritterlicher Freigebigkeit einen Mann in den Augen der Welt erheben. Es läßt mich beſorgen, daß ſein Oheim entweder nicht ſehr reich, oder wohl ſehr karg iſt.“ „Aber, Vater, mit Deiner Erlaubniß, Signor Deodati von Lukka iſt ausnehmend reich und von hohem Adel,“ ſagte das Mädchen in traurigem Ton. „Hat nicht der Wechsler Marco Riccardi uns ge⸗ nügende Berichte darüber gegeben?“ „Und wenn er nun wirklich karg iſt, Maria, wird er die Bedingungen annehmen, die ich ihm ſtellen will? Was ich von ihm fordern muß, iſt die Ab⸗ tretung eines anſehnlichen Theils ſeiner Güter zu Gunſten ſeines Neffen Geronimo. Sollte es Deine Würde nicht verletzen, Maria, ſollten Deine Brüder nicht übel aufnehmen, wenn Deine Hand aus Geld⸗ rückſichten ausgeſchlagen würde? Ich bedaure, daß u Deine Neigung ſo unwiderruflich Signor Gero⸗
viſt hat doch mehr Recht auf meine und Dauur⸗ Gunſt 4


