22
zog, von den Tagelöhnern und ihren Familien ver⸗ handelt. Langſam, weitſchweifig verhandelt, auch nicht als ob ſie irgend einen Einfluß auf Löſung der Frage hätten, ſondern nur als ſchmackhafte Beigabe zu der Abendſuppe von Hafermehl. Während das glimmende Torffeuer die geplatzten Wände matt er⸗ hellte und ihren müden Leib erwärmte, belebte und erfriſchte ein Geſpräch darüber in gleichem Maße ihren Geiſt. Nirgend aber wurde es mehr beſprochen, als in dem Häuschen der alten Mrs. Carvie, das, am Kreuzungspunkt zweier Hauptwege ſtehend, einen bequemen Vereinigungsort für alle diejenigen bildete, die gern geſellig waren(in fremden Häuſern nämlich) und auf Koſten des Rufes anderer Leute. Die alte Carvie, eine jener vielen Hülfsbedürftigen, die von den edlen Eigenthümern von Sunbury unterſtützt wurden, war aber jetzt zu alt und zu ſchwach, um Theil an den Unterhaltungen zu nehmen, wegen deren ihre beſcheidene Hütte berühmt war. Allein ihre ält⸗ liche, aber ziemlich hübſch ausſehende Tochter Rahel machte dieſen Mangel unmerklich, durch das Geſchick, mit dem ſie Neuigkeiten einſammelte und den Eifer, mit dem ſie dieſelben verbreitete. Rahels beſte Eigen⸗ ſchaft war ihre Fürſorge für ihre Mutter. Für ihre Mutter lebte ſie, ja, ſie betheuerte oft, ſie wolle auch


