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„Bella, ſei glücklich, Kind; Gott hat Dich erhört!“
„Oheim Louis!“ jubelte das Mädchen.„Him⸗ mel, habe ich recht verſtanden? Meine Hoffnung täuſcht mich nicht!“
„Ich bringe eine gute Botſchaft, liebe NRichte,“ ſprach der Kapitän, indem er ihre Hand faßte. „Geſtern, gegen Abend, haben die Emigranten, auf drei Küſtenſchiffen unter fortgeſetztem Kampfe aus dem Hafen von Nieupoort auszubrechen verſucht. Einem einzigen dieſer Schiffe iſt es geglückt, die See zu er⸗
reichen und zu der engliſchen Flotte zu gelangen..
Auf dieſem begünſtigten Schiffe war Herr von Mil⸗ val. Während ſeine Genoſſen ihren Körper hinter der Schanze zu bergen ſuchten, ſtand er, mit einer Flinte in der Hand, am Fuß des Maſtes. Hätte ich ihn nicht ganz in der Nähe geſehen, ich würde ihn erkannt haben an ſeinen langen Haaren, welche zu⸗ weilen im Winde ihm um das Haupt flatterten. Ich folgte ihm mit ängſtlichem Blicke und mit klopfen⸗ dem Herzen; ich fürchtete ihn todt niederſtürzen zu ſehen, denn ein Hagel von Musketen⸗ und Kanonen⸗ kugeln flog rund um ihn her durch die Luft. Ich glaube in der That, Bella, daß er durch eine höhere Moacht beſchützt wird, denn ich habe ihn aufrecht ſtehen ſehen, bis er die engliſchen Schiffe erreicht hatte.“
Ein Schrei unendlicher Freude ertönte durch das niedrige Fiſcherhäuschen; und während Bella mit emporgehobenen Händen auf den blinden Greis zu⸗ lief, rief ſie aus:
„Vater, Vater, vollbracht iſt das heilige Gebot der Liebe!“
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