Druckschrift 
Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Glaſe ch ein aber chein⸗ mich Adin⸗ en be⸗ drin⸗ iſch zu reden.

och als ſchöſſe,

an der

möchte Wollt

eit auf eheim⸗ zu ver⸗

undarzt

nglück⸗ npaar en in unmög⸗ ch gut⸗

edarf,“

Jahr.

59

Wenn Gott ihn geneſen läßt, werden wir uns für unſere Sorge hundertfältig belohnt erachten.“

„Ich zweifle nicht daran,“ fuhr Herr Darings fort.„Die Fiſcher haben nicht viel Wohlſein, aber ſie ſind milder und menſchenfreundlicher als manche reiche Leute. Dieß war es jedoch nicht, was ich Euch beſonders ſagen wollte. Ihr wißt vielleicht, Freund, wie die Sachen gegenwärtig in Frankreich und ſelbſt in Franzöſiſch Flandern ſtehen. Man macht Jagd auf die Königlichgeſinnten und auf die Edelleute wie auf wilde Thiere. Die Guillotine raucht unaufhör⸗ lich von dem edelſten Menſchenblut. Wir wiſſen nicht, wer er iſt, der Unglückliche, der da drinnen in den Fieberphantaſien liegt, aber aus dem Umſtand, daß er Franzöſiſch und Flämiſch zu gleicher Zeit ſpricht, läßt ſich mit Grund ſchließen, daß er nicht weit von der Grenze zu Hauſe iſt. Wenn er nun ein Mann wäre, welcher der Verfolgung der Repu⸗ blik entflohen iſt, und dorthin die Kunde von ihm ge⸗ langte, wer verſichert uns, daß die Leute, welche für die Guillotine Futter ſuchen, die entſchlüpfte Beute nicht bis in die flämiſchen Dünen hinein verfolgen? Des Nachts iſt hier wenig Hülfe zu erwarten. Nun, Freund, wie dem auch ſei, ich denke, Ihr werdet, in der Erwartung, daß der Kranke wieder zur Beſinnung kommt, ſehr klug daran thun, wenn Ihr ſo wenig als möglich von dieſem Vorfall ſprecht;— und legt daſſelbe Stillſchweigen allen Denen auf, welche bereits von dem, was geſchehen, Kenntniß haben könnten. Ich werde dieſen Rath gleichfalls dem Paſtor geben.“

„Sie haben Recht, Herr,“ beſtätigte der Greis, „wir werden thun, wie Sie ſagen.“