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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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„Ha, und davon ſeid Ihr noch ſo ſeltſam auf⸗ geregt?“ rief das Mädchen verwundert aus,„aber lieber Ko, was kann ich Euch dabei helfen?“

„Höre, Bella, was mir träumte. Ich ſtand in der Kirche vor dem Altar; neben mir ſtand ein Mädchen wie ein Bild, mit großen, ſchwarzen Augen, mit blühenden Wangen, und ſo ſchön, daß man von Sinnen kommen mochte vom bloßen Anſehen der⸗ ſelben.. Du warſt es, Bella.“

„Ich? Was wollt Ihr mir da für ſeltſame Dinge erzählen?“

„Ja, Du, Bella. Du gabſt mir das Jawort, und des Paſtors Segen machte uns zu Mann und Frau. Ich war ſo glücklich, daß ich aus dem Schlafe auffuhr und wie ein Kind zu weinen begann, weil es nicht in Wirklichkeit ſo wgr.“

„Was! Was!“ rief das Mädchen ärgerlich.„Ihr wagt zu träumen, ich ſei Eure Frau geworden? Das iſt ſehr ſchlecht von Euch, Ko! Aber Gott ſei gelpbt, Träume ſind Schäume, wie es im Sprichwort heißt.“

„Und glaubſt Du denn, Bella, Du würdeſt mit mir nicht viel glücklicher ſein, als mit einem Andern?“

„Ich will nicht, daß man von mir träume!“ ſagte das Mädchen.

„Welch prächtiges Leben würden wir zuſammen haben!“ fuhr der Strandläufer in ſchlauem, eindring⸗ lichem Ton fort.„Ich habe Geld, Bella; ich würde Dir ſchöne Kleider kaufen; Du wäreſt Herrin in einem netten Häuschen und brauchteſt nicht mehr zu arbeiten, als wozu Du Luſt hätteſt. Ach, ich würde machen, daß Du mit erhobenem Haupte unter all den Leuten von Adinkirchen gehen könnteſt.“

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