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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
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ließ ſich wohl dreimal rufen und erſchien endlich noch mit vollem Munde.

„Nun, leben Sie wohl, Rentmeiſter,“ ſagte Gum⸗ bert, ihm noch einmal die Hand drückend.„Bauen Sie auf mein Verſprechen. Binnen vierzehn Tagen vielleicht ſchreibe ich Ihnen bereits, daß Sie Daniel holen können, oder daß er allein die Reiſe nach ſei⸗ nem Vaterland machen wird.“

„D, mein Herr, ich werde Ihnen bis in den Tod dankbar ſein,“ ſchluchzte der Greis, während zwei Thränen über ſeine Wangen fielen.„Leben Sie wohl, Gott behüte Sie!“

„Kutſcher, laß Deine Pferde auslaufen!“ rief Gumbert;„es iſt ein Trinkgeld zu verdienen; aber komme ich nach Kortryk für den Eiſenbahnzug zu ſpät, ſo erhältſt Du Nichts.“

Die Peitſche knallte über den Vorplatz und die Pferde eilten davon.

Im Augenblick, da ſie das Thor erreichten, er⸗ ſchien auf der Brücke mit einem ſchweren Bündel ausgejäteten Unkrauts auf dem Kopfe ein Bauern⸗ mädchen. Sie erkannte den Diener, welcher neben dem Kutſcher auf dem Bock ſaß, ſtieß einen Freuden⸗ ſchrei aus, ließ den Bündel Gras zu Boden fallen und lief mit ausgeſtreckten Händen auf die Kutſche zu, während ſie zu wiederholten Malen den Namen Jodokus ausrief.

Der Kutſcher rief ihr zu, aus dem Wege zu gehen, und trieb die Pferde ſo wild an, daß ſie das arme Mädchen ſicher zu Boden getreten haben wür⸗ den, wenn nicht Jodokus mit zornigen Worten die Zügel gepackt und das Fuhrwert aufgehalten hätte;