Druckschrift 
Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
Einzelbild herunterladen

234

man es nicht. Nun, leben Sie wohl, bleiben Sie geſund, und im Uebrigen vertrauen Sie auf mich.“ Der Rentmeiſter faßte Gumbert's Hand und ſagte, ſie fieberiſch drückend, mit Thränen in den Augen: „O, mein Herr, ſchenken Sie mir noch einen Augenblick Gehör und laſſen Sie mich von Ihrem Edelmuth eine Gunſt erflehen! Das Geld, welches ich Ihnen eingehändigt habe, wird nicht ewig dauern. Ich will Sie nicht fragen, was Sie thun werden, wenn es ganz verzehrt iſt. Das vom Zufall ab⸗

hängige Leben erſchreckt Sie nicht, und wahrſchein⸗

lich werden Sie die Mittel finden, um das Glück zu einer günſtigen Umkehr zu zwingen; aber Daniel iſt zu einfältigen Herzens, um gegen eine ſo mitleidloſe Welt anzukämpfen. Er wird der Erniedrigung, dem Gefühl ſeines Unvermögens unterliegen, ſo bald das völlige Ausgehen des Geldes ihn zu einer wahren Machtloſigkeit verurtheilt hat. Sie, Herr Gumbert, könnten ihm, zur Belohnung für ſeine Freundſchaft, eine unſchätzbare Wohlthat erzeigen und ihn vor einem ſchrecklichen Loos bewahren. Mit einigen Wor⸗ ten, mit einigen guten Worten könnten Sie ihn retten und für den Reſt ſeines Lebens glücklich machen.“

„Teufel!“ murmelte Gumbert,„Sie ſprechen, als ob Sie mich für einen Zauberer hielten. Nun, laſſen Sie hören; wenn Gutes thun ſo wenig Mühe koſtet, warum ſollte man es nicht probiren?“

„Sehen Sie, mein Herr, der Wulfhof iſt jetzt wohl bis zu ſeinem vollen Werthe mit Hypotheken belaſtet; aber mit Arbeit und Sorge kann man ihm noch einen viel größeren Ertrag abringen, als die Zinſen von den Pfansſchulden ausmachen. Daniel

kanr den begt mit daß Lipf ſten daß liebe bark Sie ſage ten Sie Sie die (

erhö brin kran Glüe wem innet Woh folge weig Bart

mein wort den