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Mutter Hiob / Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Karl Arenz
Entstehung
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Mutter Hiob.

Ich glaube es nicht.

Ich möchte wiſſen, wer hier Herr im Hauſe iſt.

Du biſt es, Hiob; aber Du begreifſt wol, daß wenn der Mann Etwas will oder befiehlt, die Frau doch auch ein kleines Wörtchen drein ſprechen darf warum fragſt Du das?

Ich will nicht, daß Roſina länger mit der groben Schürze läuft; hörſt D ſie ſoll ſich anders kleiden als die Magd oder.....

Aber Hiob, Du i doch ſonderbar. Du weißt, daß wir nur durch Arbeit und Sorge das Unglück bewältigen können. Jetzt, wo wir eine Dienſtmagd entlaſſen haben, muß Roſina im Hausweſen und bei dem Beſorgen des Viehes helfen. Wie willſt Du, daß ſie das thue, ohne ſich danach zu kleiden?

Das iſt einerlei. Ich will dieſes Zeichen unſerer Ar⸗ muth nicht immer vor Augen haben. Ich vergehe darüber vor Aerger, und es macht mich unfähig, um etwas Ordeng liches auszuführen.

Hiob, Hiob, ſeußzte ſeineDu handelſt wahr⸗ lich nicht vernünftig. Vergib mir, daß ich es Dir ſage. Ge⸗ wiß, unſer Lvos iſt für den genbt ick ſehr hart; aber da wir es durch Klagen doch nicht verbeſſern können, warum ſollen wir dann nicht unſerer Armuth mit Stolz ins Ange⸗ ſicht ſehen und ſie mit feſtem Willen bekämpfen? Du ver⸗ lierſt Deine Zeit und verbitterſt Dein Gemüth mit Murren und Zanken. Was haben wir davon? Es wäre beſſer, Du ſuchteſt in der Arbeit eine Erleichterung für Deinen Kummer zu finden. Die Brauerei würde Nichts dadurch verlieren,

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