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ſolchen wunderbaren und betrübenden Dingen redete, und ich ſah mit Angſt einer ſchrecklichen Offenbarung entgegen.
„Leo,“ fuhr ſie weiter fort,„geſtern biſt Du vor Schrecken faſt erlegen, bei Deinem erſten Blick auf mein abgemagertes Geſicht. Du ſahſt das Bild des Todes an meiner Seite, nicht wahr? Warum fürch⸗ teſt Du den Tod? Du glaubſt doch an ein beſſeres Leben? Laß den Leib des Menſchen zurückkehren in den Schooß der Erde, ſollen die Seelen, die Gott fürchteten, ſich nicht wiederſehen im ewigen Vater⸗ land?“
Sie ſchwieg und ſchien eine beſtätigende Antwort auf ihre Frage zu erwarten; aber ich fühlte nicht die Kraft in mir, zu ſprechen, und begann, den Kopf auf die Bruſt geſenkt, in der Stille zu weinen.
„Vergib mir, Leo,“ nahm ſie wieder das Wort; „wenn ich Dein Herz mit Betrübniß erfülle, ſo ge⸗ ſchieht es nur, um Dir größere Schmerzen zu er⸗ ſparen, für den Augenblick, da ich nicht mehr leiblich auf Erden ſein werde, um Dich zu tröſten; denn, Leo, wenn Du ſagſt, ich werde geneſen, dann ſpricht doch nur Deine Hoffnung, und nicht Dein Glaube. Du hältſt mich für grauſam und unbarmherzig. Wäre es nicht aus Mitleiden mit Dir, ich würde doch ſo ſprechen aus Selbſtſucht. Ich nehme die ſchwache Hoffnung des Geneſens, welche Du der armen Kranken einzuflößen ſuchſt, an; aber ich will, wenn es Gott gefällt, mich von der Erde zu rufen, die Augen ſchließen, ohne in meinem Glauben zu wanken, jubelnd und triumphirend über den unmäch⸗ tigen Tod! Du weinſt aus Bedauern über das
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