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Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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endlich mußte ſie ſich doch nach mir erkundigen, und in welche ſchreckliche Beſtürzung gerieth ſie dann durch die Botſchaft, daß ich verſchwunden ſei, ohne eine Spur meines Daſeins zurückzulaſſen. Ich mußte und wollte ihr ſchreiben; aber was ſollte ich ihr in dem Briefe ſagen? Die Wahrheit durfte ich ihr

nicht offenbaren: was ich meinem Wohlthäter ver⸗

ſprochen hatte, wollte ich mit gewiſſenhafter Treue erfüllen. Zwanzigmal beugte ich mich über das Pa⸗ pier, um den lügenhaften Brief zu beginnen, aber der falſche Bericht wollte mir nicht aus der Feder.

Nach einem Kampf und Streit, welcher vier Tage lang mehrmals unterbrochen und wieder aufgenom⸗ men worden war, fügte ich mich dem Drange der Nothwendigkeit und ſchrieb an meine Mutter.— Zwiſchen Worten von Liebe und Bitten um Ver⸗ gebung ſuchte ich ihr glaublich zu machen, daß ich eine Reiſe durch Frankreich, Deutſchland und Italien zu unternehmen geſonnen ſei, um meine Kunſtſtudien ganz zu vollenden. Ich ſei ohne Lebewohl abgereist, aus Furcht, die Eltern oder Herr Pavelyn würden mich von der Ausführung eines Gedankens zurück⸗ gehalten haben, der mich ſchon ein ganzes Jahr ver⸗

folgt und faſt zu Tode gemartert hätte. Sie ſollte

deßhalb nicht unruhig über mich ſein; ich würde ihr oft Kunde von mir geben, allezeit mit Liebe ihrer gedenken und ſobald als möglich heimkehren, um ihre alten Tage zu verſchönern und glücklich zu machen.

Um meinen Eltern die Entdeckung meines Auf⸗ enthaltsortes und der Richtung meiner Flucht un⸗ möglich zu machen, nahm ich an demſelben Tage

den Eilwagen, welcher in der Nachbarſchaft die