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gen, ohne daß man jemals in Antwerpen Etwas von mir vernähme.
Nachdem ich noch vier Tage unaufhaltſam weiter marſchirt war, befand ich mich endlich weit genug auf franzöſiſchem Boden, in einem kleinen Dorfe bei der Stadt Compiegne. Jetzt, da zwiſchen mir und Roſa ein Abſtand von fünfzig oder ſechzig Meilen lag, da ich mich von allen Hauptſtraßen entfernt wußte und nicht mehr zu fürchten brauchte, daß Jemand die Spur meiner Flucht entdecken könnte, fühlte ich nicht mehr die Nothwendigkeit, meine Reiſe zu verlängern. Die Leute, bei welchen ich mich ein⸗ quartirt hatte, beunruhigten mich weder durch un⸗ beſcheidene Fragen, noch äußerten ſie Verwunderung über meine ſonderbare Schweigſamkeit.
Rings um das Dorf befanden ſich viele kleine Thäler, wo man ganz verborgen ſeinen Träumereien ſich hingeben konnte, und in geringer Entfernung lag der große kaiſerliche Forſt von Compiegne, wo ein Unglücklicher in der völligſten Einſamkeit mit ſeinen traurigen Gedanken ſich herumzutreiben ver⸗ mochte.
Es war meiſt an den dunkelſten Stellen dieſes
Waldes, daß ich meine Tage zubrachte, Stunden;
lang bewegungslos, die Arme auf der Bruſt gekreuzt, zu Boden ſchaute, oder hin und her ging, lachte, ſeufzte, und meine Thränen in das Gras ausſäete, bis die Mittagsglocke oder die Abenddämmerung mich in das Dorf zurückrief.
Ich dachte an meine Mutter, an Herrn Pavelyn und an meine verlorene Zukunft; ich fühlte das Nagen meines anklagenden Gewiſſens, ich ſah meine
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