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Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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in⸗ ime

I.

An einem ſchönen Sommertage ſchritt ich mit dem Reiſeſtabe in der Hand auf einer der Straßen dahin, welche von Antwerpen aus nach dem Kempen⸗ lande führen. Träumeriſche Luſt und Naturgenuß waren von mir gewichen, denn der lange Marſch hatte meine Glieder ermattet, und die erſchlaffende Hitze die Gefühlsthätigkeit meines Gehirns aufgezehrt.

Nicht daß ich bereits eine gute Tagereiſe zurück⸗ gelegt, oder durch Eile meine Kraft überſpannt hätte. Mit dem frühen Morgen war ich aus der Stadt abgezogen; ich war gegangen, ich hatte mich am Saume der Straße niedergeſetzt, ich hatte mit den Leuten in den Gaſthäuſern geplaudert; ich hatte Kräuter gepflückt, Blumen entblättert und ſo, träumend, ſpielend und kindlich genießend, erſt drei Stunden Wegs gemacht, als die Sonne am weſt⸗ lichen Rande des Himmels zu ſinken begann.

Es freute mich, in dieſem Zuſtande ein fernes Geräuſch von rollenden Rädern hinter mir zu ver⸗ nehmen und in der Perſpective der Straße den rie⸗ ſigen ſchwarzen Fleck zu ſehen, welcher mir die An⸗ kunft des Poſtwagens verkündigte.