im Kopfe und er habe ſeine fünf Sinne nicht bei⸗ ſammen.
Der Kranke verharrte wohl drei Stunden in dem⸗ ſelben Zuſtande.... Nachdem er ihm die Hand auf das Herz gelegt hatte, ſtand der Mexikaner auf und ſagte erfreut:
„Gracias a Dios!*) Er iſt gerettet: ich habe die hundert Piaſter gewonnen.“
Aber als man ihn verwundert und fragend an⸗ ſah, ſezte er hinzu:
„Die Wirkung der Medicin iſt zu Ende. Da er ſie auszuhalten vermochte, ſo wird er geneſen. Er wird allerdings noch ſchwach bleiben; aber das hat Nichts zu ſagen. In einigen Tagen wird er voll⸗ kommen hergeſtellt ſein. Warten Sie noch eine Vier⸗ telſtunde, die Hize hört auf; er wird erwachen.... Man bereite ihm ein Bischen Mehl in Waſſer gekocht!“
Wirklich verminderte ſich die Röthe in dem Ge⸗ ſichte des Kranken allmälig, und der Schweiß trock⸗ nete auf ſeiner Stirne. Er öffnete die Augen, ſchaute verwirrt rings herum und murmelte dann:
„Eſſen, eſſen! ach, ich vergehe vor Hunger!“
Ein Freudenſchrei entſchlüpfte ſeinen Freunden. Jan Creps erhob die Hände zum Himmel und lobte Gott mit lauter Stimme. Donatus ſchlug ſich an die Bruſt und zupfte ſich mit Gewalt an den Haa⸗ ren, während er ausrief:
„Haltet mich feſt, bindet mich! ich bin närriſch! Ich werde mir ſelbſt vor Freude ein Unglück an⸗ thun. Ach, liebes Mexikanerchen, laß mich Dich
*²) Gott ſei Dank. A. d U.


