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Nichts und thun Sie gleich den Andern; das heißt, gehen Sie Ihren eigenen Weg, ohne ſich umzu⸗ ſchauen.“
Sie befanden ſich jezt vor der Bude eines Gold⸗ wechslers. Es war ein Leinwandzelt, vorn ganz offen. Am Eingang ſtand eine hölzerne Tafel, aus rohen Brettern gezimmert und auf zwei Baumſtämmen ruhend, wovon man nicht einmal die grüne Rinde abgeſtreift hatte. Eine Waage, einige Häufchen Dollars oder Piaſter, drei große Pepitas, ein Bis⸗ chen Goldſtaub, ein Blatt weißes Papier und zwei Revolver, war Alles, was ſich auf der Tafel be⸗ merken ließ.
Hinter dieſem Zahltiſch ſtand ein magerer Mann mit einer Brille auf der Naſe. Er beugte ſich vorn über und hielt die eine Hand an die Waagſchaale, die andere zur Seite eines Revolvers, raſtlos und unbeweglich nach der Menge ausſchauend, gleich einem Fuchſe, der auf ſeinen Raub lauert.
Zwei Goldſucher näherten ſich dem Zahltiſche; einer von ihnen zog von der Bruſt ein ledernes Säckchen, das ihm an einer Schnur um den Hals hing, heraus, ſchüttete den Inhalt auf das Blatt Papier und ſagte in franzöſiſcher Sprache:
„Hier, Papa Crochu,*) wägt mir das und gebt mir Piaſter dafür; aber beſtehlt mich nicht, ſonſt werfe ich Euren Kram um.“
„Wer ruft Euch?“ brummte der Wechsler.„Nehmt Euer Gold und geht anders wohin.“
„Nun, nun, nicht ſo viele Worte. Wägt es,
*) Crocha heißt im Franz. krumm, hackenförmig. A. d. U.
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