ein, weil eine wohlgerichtete Kugel an ihnen und ihren Pferden eine allzu große Zielſcheibe hat. Sie hatten uns ohne Zweifel von Ferne kommen ſehen; ſo lang unſere Flinten geladen waren, durften ſie einen Angriff auf uns nicht wagen. Was gab es alſo für ein Mittel, um uns zum Abſchießen unſerer Flinten zu verleiten? Es iſt einfach: ſie hatten ihre Sombreros oder Hüte und vielleicht ihre Wämſer dazu an Stöcken aufgehängt und vor unſerem Ange⸗ ſicht ſich bewegen laſſen; dabei haben ſie zwei oder drei Piſtolen abgeſchoſſen; und wir durch dieſe Men⸗ ſchengeſtalten getäuſcht, haben zu gleicher Zeit auf unſere vermeintlichen Feinde Feuer gegeben. Sonſt liegt dem Erſcheinen der Sombreros Nichts zu Grunde.“ Donatus ſchritt neben dem Mauleſel einher und drehte und wandte Etwas in ſeinen Händen, das er auf dem Kampfplaze aufgerafft hatte. Es war ein Lederriemen, aus drei dünnen Streifen zuſammen⸗ geflochten, von mehr als zwanzig Fuß Länge, und an dem andern Ende befand ſich eine Schleife. Seit ihrer lezten Verſöhnung ſchien der Matroſe geneigt, Donatus einige Freundſchaft zu bezeigen; er war nun an ſeine Seite gekommen und ſprach:
„Was Sie da in der Hand haben, iſt ein Laſſo,
Kwik.“ „Ich weiß es,“ war die Antwort,„aber ich halte mich für zu einfältig, um zu begreifen, wie man damit einen Menſchen fangen kann; die Kerls müſ⸗ ſen im Werfen deſſelben wunderbar geübt ſein. „Allerdings, Donatus, ſie wiſſen ſehr gewandt mit dem Laſſo umzugehen, doch gelingt es ihnen nur
ſonderlich; aber die Flinten flößen ihnen Schrecken
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