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Geschichte des Grafen Hugo von Craenhove und seines Freundes Abulfaragus / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von E. Zoller
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Glücks geben

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halbgeöffneter Mund zeigten veutlich ihre große Neugierde. Abulfaragus bemerkte dieß und fuhr alsbald fort:

„Wir kamen nach einer langen Reiſe in der Stadt Lüttich an der Maas an; da fand mein Vater ſo viele ſeiner früheren Glaubensgenvſſen, die unſere Mutterſprache redeten, daß er ſich vornahm, ſich hier häuslich niederzu⸗ laſſen und als Arzt ſeine Dienſte anzubieten. Der gute Graf von Craenhove zwang uns eine bedeutende Summe Geldes auf. Wir kauften ein Haus in einer Straße, wo jüdiſche Wechsler wohnten und nahmen dort unſern Wohn⸗ ſiz. Walter von Craenhove mit unſerem Danke überhäuft, zog nach ſeinem Schloſſe, dem Laternenhofe.

In Lüttich wohnten wir einige Jahre im Frieden, während welcher mich mein Vater in den arabiſchen Wiſ⸗ ſenſchaften, worunter Arzneikunde und Aſtrologie die haupt⸗ ſächlichſten, unterwies. Dieſelbe Berühmtheit, die mein Vater in Syrien genoſſen, wurde ihm auch hier zu Theil; er heilte viele Edelleute und Geiſtliche und ſammelte ſo anſehnliche Schätze. Man nannte ihn den reichen Aſtrolv⸗ gen Abulfaragus. Ohne Zweifel machte das Glück meines Vaters die Mißgunſt und den Neid Vieler rege; denn mehr als einmal hörten wir, daß man unter der Hand ihn als Zauberer zu verſchreien ſuche. Beſonders verläſterten ihn die Juden, weil ſie über ſeine Bekehrung ſehr erbittert waren; aber wir hatten zu mächtige Freunde und zu viel kranke Ritter und Prälaten brauchten die Hülfe meines Vaters, um uns nicht vor allem Ungemach zu beſchützen.

um dieſe Zeit wurden in allen chriſtlichen Reichen Briefe von dem Papſte in Rom ausgetheilt, welche die Ritter und Bürger gegen die Türken in den Kampf riefen; auf allen Plätzen, Märkten und Straßen predigten die Boten des Papſtes einen allgemeinen Kreuzzug. Sie zeigten in ihrem Eifer, mit rührender Stimme und Thränen in den Augen, wie das Blut der Chriſten in Paläſtina in Strömen floß und wie die Sgrazenen täglich das Grab