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von uns Allen. Dein Stern glänzte ſchwach neben dem Bernhards, und ſchien als halbgelöſchtes Lämpchen mit Mühe hie und da noch karg aufzuflammen. Plotzlich ent⸗ fernte ſich Bernhards Stern von dem Deinen; doch bald ſich ihm wieder nähernd, erleuchtete ſich derſelbe mit einem Strahlenkranze von Freude und Troſt.— Dann habe ich durch die Macht meiner Kunſt das Schickſal gezwun⸗ gen, ſich zu erklären, und nun höre, was die Stellung der Sterne mir geſagt:— Wenn Bernhard nicht Dein Haus verläßt, wird er der Ehre deſſelben zwei ſchreckliche Schläge beibringen, und den Namen Craenhove mit ewi⸗ ger Schande beladen. Wenn er geht, wird er einſt wie⸗ derkommen, und Dich mit Freude und Seligkeit überladen. So lautet das unerbittliche Urtheil des Schickſals!“
„O Abulfaragus, wie grauſam biſt Du! Wie unbarm⸗ herzig gegen meine Schweſter Aleidis. Nein, eher ſollen meine Leiden ſich verdoppeln, als daß ſie das Unglück kennen lerne!“
„Arnold, Arnold!“ rief der Wahrſager mit Unge⸗ duld, während er auf die goldnen Zeichen der Tafel wies, „wenn Du immer meine Weiſſagung geglaubt hätteſt, würdeſt Du jetzt nicht leiden, Du würdeſt nicht mit Reue und Schmerz zu Grabe gehen. Was ſteht hier geſchrie⸗ ben?—„Wenn das Weib einen Platz zwiſchen Euch beiden findet, ſo wird das Haus Craen⸗ hove mit ſeinem eignen Blute befleckt wer⸗ den?“— War es nicht alſo? Nun fehlt Deinem Na⸗ men nichts mehr als die offenbare Schande. Nun wirf zuerſt den Koth in Dein eigenes Antlitz, beſchimpfe den Schatten Deines Vaters, ſchreib auf ſein Grab, daß ſein Blut ein ſchändlich Blut! Habe den Muth zu dieſer feigen That.
„Während dieſes Geſprächs hatte ich vor Angſt und Schrecken wie ein Eſpenblatt gezittert; nun mangelte mir beinahe alle Kraft, ſo daß ich zu meiner Unterſtützung mich an der Mauer halten mußte. Ich ſah, daß Graf Arnold das Haupt tief auf die Bruſt ſinken ließ, und


