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Geschichte des Grafen Hugo von Craenhove und seines Freundes Abulfaragus / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von E. Zoller
Entstehung
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des Schloſſes Waffengeraſſel und Jauchzen vielen Volkes. Alles dreht ſich vor meinen Augen, ich fühle Leben und Athem ſchwinden. Da ſehe ich plotzlich ein ſchwarzes Menſchenbild die Flammen durchſchneiden und ſich meinem Bette nähern. Ich fühle, daß ſeine beiden Arme mich umfaſſen, mit Gewalt aufheben und wie er mit mir durch das Feuer ſpringt... Jetzt verlor ich mein Bewußtſein und Gefühl. 4

Ergriffen von ſeinen trüben Erinnerungen, ſchwieg Bernhard nach dieſen Worten. Thränen floſſen über ſeine Wangen, doch kein Seufzer, kein ſchwerer Athem begleitete ſie. Sein alter Kamerade ſprach gleichfalls nicht, ſo daß eine ſeltſame Stille der Ausdruck ihrer gegenſeitigen Rühr⸗ ung ward.

Endlich fragte Albrecht:

Nun Bernhard, und Deine Mutter?

Meine Mutter, nicht wahr? meine arme Mutter? Verbrannt, zu Aſche verbrannt! Man hat nichts von ihr gefunden, als das verkohlte Gebein!

Der alte Hirte ſchrie laut auf, und aus ſeinen Augen begannen die Schmerzensthränen zu fließen; ſein junger Kamerade drückte ihm die Hand und fuhr, als er ſich wieder gefaßt hatte, alſo fort:

Die Anführer der Vlamingen, die aus Brüſſel ver⸗ trieben waren, hatten meinen Vater im Streite erkannt. Bei ihrem Rückzuge kamen ſie des Nachts an unſerer Wohnung vorüber und erinnerten ſich, daß mein Vater ihr Feind war; ſie legten Holzhaufen um das Schloß, und ſteckten es an, um uns zu tödten

Nun war ich eine arme Waiſe, von Allem entblößt und noch zu jung, um im Kriege meine Zukunft zu fin⸗ den. Das väterliche Schloß lag zerſtört und doch, wäre es auch nicht beſchädigt geweſen, was hätte es ge⸗ holfen, da es gänzlich den Wechslern verpfändet war? Ich war ſo ohne alles Erbe, ohne Eltern, ohne Verwandt⸗ ſchaft. Ein einzig Mittel blieb mir übrig; ich konnte