„Glauben Sie das nicht, es iſt unmöglich. Die Symptome der pleurisis ſind ſo deutlich erkennbar, daß man darüber nicht fehlgreifen kann, beſonders auf dem Punkt, wo die Krankheit angelangt war. Iſt kein neues Uebel vorhanden, ſo zweife ich ſtark, ob Herr Heuvels nicht mit Unrecht das Gefühl ſeiner Schmerzen übertreibt, wenn es nicht eine völlige Täuſchung ſeiner Sinne iſt.“
„Sie äußern da Etwas, Herr Valkiers, das viele Wahrſcheinlichkeit hat,“ ſprach Van Hoof mit
einem halben Lächeln.„Ich habe in der That zu
bemerken geglaubt, daß es Herrn Heuvels verdrieße, geſtehen zu müſſen, daß es mit ihm doch etwas beſſer geht. Anfangs wenigſtens ließ er mich glau⸗ ben, er wolle lieber ſehr krank bleiben, als geneſen. Es liegt etwas Kindiſches in ſeinem Aerger gegen Sie. Weil Sie es ſind, der ihn gerettet hat, läug⸗ net er ſeine Beſſerung ſo lang als möglich. Wer weiß, ob dieſes Gefühl ihn nicht antreibt, fortwäh⸗ rend über eingebildete Schmerzen zu klagen?“
„Wie kann die Ungerechtigkeit doch einen Men⸗ ſchen alſo verblenden!“ rief der Greis. Er ſollte gegen Dich alſo feindſelig geſinnt bleiben, ſelbſt wenn er Dir das Leben zu verdanken hat?“
„O, Großvater, Du mußt dem armen Herrn Heuvels es vergeben,“ ſagte Franciska.„Es iſt eine Folge ſeiner Krankheit. Sei überzeugt, es wird beſſer werden, wenn er ganz geneſen iſt.“
„Ich denke in der That, daß Fräulein Fran⸗ ciska Recht hat,“ beſtätigte der Chirurg.„Geſtern Abend glaubte ich bereits einige Veränderung in
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