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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
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wie ſie ſich am beſten ausnehmen würden. Man ſprach von Gemälden, von neuen Vorhängen und ſelbſt von einer koſtbaren Tapete, als ob der Sieg, welchen Adolph in der Wiſſenſchaft davongetragen, plötzlich eine milde Quelle des Reichthums eröffnet hätte.

Adelina, welche nach dem, was ſich in ihres Va⸗ ters Wohnung befand, am beſten wußte, wie eines Doctors Haus einzurichten ſei, war die Vorſehung der Andern. Sie erledigte nicht nur alle ſchwierigen Fragen durch ihren Rath, ſondern warf noch das

Licht ihres fröhlichen und vertrauenden Gemüths in

das Herz der beiden Frauen, ſo oft eine Erinnerung an die Beſchränktheit ihrer Mittel ſie mit Betrübniß zu erfüllen ſchien.

Als unten alles Nöthige gehörig erwogen und geordnet war, ſtieg man die Treppe hinauf, um zu entſcheiden, wo Adolphs Studier⸗ und Schlafgemach ſein ſollte; denn man konnte im erſten Stockwerk nicht über mehr als ein Zimmer verfügen. Adelina behauptete, es müſſe auf den Garten hinausgehen, ſonſt würde das Geräuſch von der Straße Adolph bei ſeinen Studien hindern; aber davon wollten we⸗ der die Mutter noch Franciska Etwas wiſſen. Die Wand nach dem Garten hin war ein wenig feucht. Ob Jemand von ihnen ſich einer Erkältung ausſetzen würde, das hatte Richts zu ſagen; aber Adolph in einem ungeſunden Zimmer wohnen zu laſſen, das durfte nicht geſchehen!

Man ſchritt nun zur Beſichtigung des andern

Zimmers, das auf die Straße ging, und berieth, wohin die Bücher, deßgleichen die Käſten ſammt Fä⸗