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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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denken eine Bruderpflicht zu erfüllen, indem wir Dich zwingen, mit uns auszugehen. Du mußt dieſen dem Abend aufopfern und Deinem Geiſte eine nothwen⸗ und

dige, eine unentbehrliche Erholung gönnen. Komm'

alſo, Adolph! Du

Der Jüngling ſtarrte unentſchloſſen in's Weite wun

und ſchien ſich zu beſinnen. Als hätte der Andere 5 arbei

auf ſeinem Angeſicht geleſen, welche Gedanken in ihn⸗ auf aufſtiegen, ſagte er, die Hand ſeines zweifelnden Bau 3 Freundes faſſend: engli Deine Mutter, nicht wahr, Adolph? Aber wenn weiß Du Deiner Geſundheit den Boden einſchlägſt und fungs

. zu Deiner Mutter zurückkehrſt, mit kranken Lungen thene . und zu einem kurzen und peinlichen Leben verur⸗ zu ho theilt, wenn Du ihr dieſen Sohn raubſt, für wel⸗ iſt es 3 chen ſie, wie Du ſagſt, ſolche edelmüthigen Opfer Praxi bringt, wirſt Du wohl gegen ſie, gegen Dich ſelbſt Quac und gegen Gott der Pflicht nachtommen, welche Du Hung

durch Erſchöpfung Deiner Kräfte zu erfüllen glaubſt? D

Adolph ſtand auf und drückte mit tiefem Gefühl zu ve

ſeinem beredten Freunde die Hand. nachdr

Alſo Du gehſt mit? fragte dieſer.

Auf eine Stunde, auf eine einzige Stunde, ſo gut

antwortete der Jüngling. jeher

Das iſt zu wenig: zwei Stunden. und T

Nehmt Ihr die Bedingung an, aufrichtig und nomm

ernſtlich, nach dem Verfluß der zwei Stunden keinen herzigl

Verſuch zu machen, mich zurückzuhalten? ſo wer

Wir nehmen ſie an, auf Freundes⸗ und Stu⸗ all der

De

dentenwort, verſicherten die Andern. Adolph kleidete ſich an, ordnete die Haare und Jedem

wuſch ſich eilig die Hände.