denken eine Bruderpflicht zu erfüllen, indem wir Dich zwingen, mit uns auszugehen. Du mußt dieſen dem Abend aufopfern und Deinem Geiſte eine nothwen⸗ und
dige, eine unentbehrliche Erholung gönnen. Komm'
alſo, Adolph!“ Du
Der Jüngling ſtarrte unentſchloſſen in's Weite wun
und ſchien ſich zu beſinnen. Als hätte der Andere 5 arbei
auf ſeinem Angeſicht geleſen, welche Gedanken in ihn⸗ auf aufſtiegen, ſagte er, die Hand ſeines zweifelnden Bau 3 Freundes faſſend: engli „Deine Mutter, nicht wahr, Adolph? Aber wenn weiß Du Deiner Geſundheit den Boden einſchlägſt und fungs
. zu Deiner Mutter zurückkehrſt, mit kranken Lungen thene . und zu einem kurzen und peinlichen Leben verur⸗ zu ho theilt,— wenn Du ihr dieſen Sohn raubſt, für wel⸗ iſt es 3 chen ſie, wie Du ſagſt, ſolche edelmüthigen Opfer Praxi bringt, wirſt Du wohl gegen ſie, gegen Dich ſelbſt Quac und gegen Gott der Pflicht nachtommen, welche Du Hung
durch Erſchöpfung Deiner Kräfte zu erfüllen glaubſt?“ D
Adolph ſtand auf und drückte mit tiefem Gefühl zu ve
ſeinem beredten Freunde die Hand. nachdr
„Alſo Du gehſt mit?“ fragte dieſer.
„Auf eine Stunde, auf eine einzige Stunde,“ ſo gut
antwortete der Jüngling. jeher
„Das iſt zu wenig: zwei Stunden.“ und T
„Nehmt Ihr die Bedingung an, aufrichtig und nomm
ernſtlich, nach dem Verfluß der zwei Stunden keinen herzigl
Verſuch zu machen, mich zurückzuhalten?“ ſo wer
„Wir nehmen ſie an, auf Freundes⸗ und Stu⸗ all der
De
dentenwort,“ verſicherten die Andern. Adolph kleidete ſich an, ordnete die Haare und Jedem
wuſch ſich eilig die Hände.


