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Der junge Doctor : eine Erzählung aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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den dicken Lievenaer eingegangen, daß wir Dich todt oder lebend in die Linde bringen wollen.

Aber, liebe Freunde, Ihr ſeid wahnſinnig, brummte Adolph verblüfft.Meine Zeit iſt koſtbar, und ich würde Euch nicht dafür danken, wenn es Euch auch gelänge, mir heute einen Theil davon zu rauben.

Bah, Du biſt in Sorgen wegen Deines fünften Eramens, rief Derjenige, welcher auf dem Bette ſaß.Du, der alle vorangehenden Eramina mit Aus⸗ zeichnung beſtanden hat! Und fällſt Du auch einmal durch, ſo ſind Arme und Beine darüber noch nicht gebrochen. Es iſt nur ein Jahr luſtiges Leben auf der Hochſchule damit gewonnen: das iſt Alles!

Du ſprichſt recht leichtſinnig darüber, bemerkte Adolph mit trauriger Stimme.Dein Vater iſt Bankier und er wird bei Verlängerung Deiner Stu⸗ dien nicht zu leiden haben. Ich bin der Sohn einer Wittwe; und will ich meine gute Mutter nicht zu unnöthigen Opfern zwingen, ſo muß ich noch inner⸗ halb dieſes Semeſters meine beiden letzten Examina glücklich durchmachen. Wehe mir, wenn Mangel an rechtem Willen und an Fleiß mich um den Sieg brächten! Das Glück einer ganzen Familie und meine eigene Zukunft wären damit für immer ver⸗ loren!... Alſo ſeid edelmüthig gegen mich; laßt meine Weigerung Euch nicht verdrießen und geht fort, als gute Kameraden, die Ihr ſeid.

Ein Lächeln zeigte ſich auf dem Angeſicht ſeiner Zu⸗ hörer, doch ſchien kein Einziger geneigt, das Zimmer zu verlaſſen.

Ich bitte Euch, Freunde, haltet mich nicht län⸗

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