Teil eines Werkes 
10 und 11Ritter Herold's Pilgerfahrt : Dritter Gesang und Vierter Gesang (1822) Ritter Herold's Pilgerfahrt: Dritter Gesang
Entstehung
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Es sind immer zwei, welche abwechselnd die Strophen singen. Wir kennen die Melodie zu- fällig durch Rousseau, unter dessen Liedern sie gedruckt ist: sie hat eigentlich keine melodi- sche Bewegung, und steht gleichsam in der Mitte zwischen dem canto fermo und dem canto figurato; dem erstern nähert sie sich durch re- citativenartige Declamation, und dem letztern durch solche Stellen, worin wechselsweise Eine Sylbe aufgehalten und verschönert wird.

«Ich bestieg eine Gondel beim Mondàlichte; der eine Sänger stellte sich vorn, der andre hinten, und so fuhren wir nach St Ciorgio. Einer begann den Gesang; hatte er seine Stro- phe geendigt, so fiel der andre ein und so ging abwechselnd der Gesang fort. Von Anfang bis zu Ende kehrten dieselben Weisen unverändert zurück, doch legten sie nach dem Inhalte der Strophe einen gröfsern oder geringern Nachdruck bald auf die eine, bald auf die andre Weise, und in der That wechselte die Aussprache der sanzen Strophe, so wie der Gegenstand des Gedichts wechselte.