XIII
len. Seine Talente, lang geübt in den wich-
tigsten Anstellungen, seine Fähigkeiten, erprobt
in Befehlsbaberstellen und bey Gesandtschaften, /
hatten ihm das Vertrauen und die Achtung
seiner Mitbürger erworben, und alles vereinte
sich, um ihn an die Spitze der Republik zu
stellen. Erhoben zu einer Stufe, auf der sich
sein Leben glorreich würde geendet haben, 72 flöſste die Nachempfindung einer kleinen Belei- digung seinem Ilerzen ein solches Gift ein, dafs ds dadurch seine frühern Eigenschaften verunrei- nigt wurden, und er zu dem Ende der Laster- ung haften hingeführt ward. Ein ernstes Beyspiel, dafs es kein Alter gebe, in welchem mensch- liche Klugheit sich für sicher halten dürfe, und dafs in dem menschlichen Herzen stets Leiden- her. schaften zurückbleiben, die fähig sind, ihn zu ei- entehren, wenn er nicht äber sich selbst wacht.“ ha- Wo fand Dr. Moore, daſs Marino Faliero Ver- um sein Leben gebettelt habe? Ich habe in
allen Chronikenschreibern nachgesucht, und


