VII seine eigene Ernennung zu gleicher Zeit. Doch scheint seine Gemüthsart etwas unfügsam gewe- sen zu seyn. Sanuto erzählt uns eine Geschich- te, wie er viele Jahre zuvor, als er noch Po- desta und Hauptmann in Treviso war, den Bi- schoff, der die Hostie etwas zu spät brachte, unsanft bey den Ohren nahm. Um deswillen beurtheilte ihn der ehrliche Sanuto freylich et- was streng, aber er sagt uns nicht, ob Faliero wegen dieses Ungebührnisses vom Senate be- straft und zur Rede gesetzt ward oder nicht. Fa- liero scheint jedoch nachher seinen Frieden wie- der mit der Kirche gemacht zu haben, denn wir finden ihn als Gesandten in Rom und durch Lorenzo, den Bischoff von Ceneda, mit dem Lehn von Val di Marino in der Mark von Treviso und mit dem Titel eines GCrafen belehnt. Meine Ge- währsmänner dafür sind Sanuto, Vettor Sandi, Andreas Navagero und der Bericht von der Be- lagerung Zara's, welchen der unermüdete Abt Morelli zuerst 1796 in seinen Monumenli Venezia-
ni di varia letteratura bekannt machte, Schriften,


