Teil eines Werkes 
2 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

die Springer und Gaukler zu ſehen. Plötzlich hörte man⸗ aber von Weitem, in der Richtung des Steendamms, das Getrappel eines trabenden Pferdes, und unmittelbar darauf ſtrömte das Volk nach jener Seite, als ob es ahne, daß ſich dort etwas Wichtiges begeben müſſe.

Der Reiter, der mit verhängtem Zügel über die Kerkbrücke ſprengte, traf mit dem dichtgedrängten Volke zuſammen, und ſah ſich genöthigt, ſein Roß anzuhalten. Sein Antlitz glühte vor Ermüdung; der Schweiß ſtrömte von dem rauchenden Leibe ſeines Pferdes herab. Mann und Thier waren mit Staub bedeckt und keuchten athemlos.

Das Erſte, was der Reiter that, als er wieder et⸗ was Athem geſchöpft hatte, war, daß er ſich in den Steigbügeln aufrichtete und mit erhobenen Armen aus⸗ rief:

Wehe! Wehe über Gent!

Woher kommt Ihr? rief man von allen Seiten.

Von Rupelmonde! war die Antwort;ich muß den Oberhauptmann ſprechen; wo finde ich ihn?

Er iſt auf dem Markte! rief man ihm zu.

Ein Zunftgeſelle ergriff den Zügel des Pferdes und ſagte, ihm durch das Volk Bahn machend:

Kommt! Ich will Euch zu dem Oberhauptmann führen.

Tiefe Trauer zeigte ſich auf dem Antlitz aller umher⸗ ſtehenden Bürger; leiſe fragten ſie einander:

Sollte Segher de Cortrazyn getödtet ſein?

Die Zunftgenoſſen liefen dagegen mit ſteigender

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