Jakob von Artevelde
fragte dann wie zerſtreut: „Was iſt die Uhr, Lieven?“
„Nach der Uhr von Sanct Jan muß es jetzt etwas mehr als halb ſieben ſein.“
„Ich muß ausgehen, Lieven.“
„Jetzt noch, Vater?“
„Ja, ich habe Mher Joos Apare mein Wort gege⸗ ben; binnen weniger als einer Stunde bin ich wieder zurück. Sage Deiner Mutter, daß ſie Eſſen für mich bereit halte.“
Während Geeraert Denys dieſe Worte ſprach, be⸗ kleidete er ſich mit Mantel und Kappe und verließ das Gemach. Lieven begleitete ihn bis auf die Straße mit tiefer Betrübniß, und kehrte dann in das Haus zurück, um ſeine Mutter aufzuſuchen. Wohl fuhr es ihm durch den Kopf, daß ſein Vater vielleicht zu dem Ribaud gehe; aber ſein zartes, liebendes Herz verwarf dieſen Gedanken mit Kraft, und als er in die Küche zu ſeiner Mutter trat, hatte er den Zweifel bereits ganz beſtegt und verbannt.
Ende des erſten Bandes,
Drnck von F. A. Brockhaus in Leipzig.
Geeraert Denys beſann ſich einen Augenblick und
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Jakob von


