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Jakob von Artevelde.
III.
In der Kerkſtraet neben der St. Janskirche ſtand ein neugebautes Haus, welches vielleicht das einzige in Gent war, das ſo deutlich den Hochmuth offenbarte, den einige reich gewordene Bürger damals zu zeigen begannen. Man konnte es nicht einen Stein nennen, und doch würde ein Fremder es niemals für die Wohnung eines Bürgers gehalten haben. In der That, es hatte einen zwiefachen Charakter; denn obwohl aus ſchweren Stücken Schiefer aufgemauert und von anſehnlicher Größe, hatte man ihm die Form der gewöhnlichen Häuſer in Gent gelaſſen, mit niedrigen Fenſtern, die auf die Straße gin⸗ gen, um die Vorkammern als Magazine gebrauchen zu können, und den Giebel ſchmückten zahlreiche Verzierun⸗ gen, welche die ächten Steine nicht zu haben pflegten. An beiden Ecken des Gebäudes dagegen waren mit aus⸗ gehauenen Steinen zwei Thürme oder Keſſel aufgeführt, wie die Ritterwohnungen ſie zeigten, allein mit dem Un⸗ terſchiede, daß ſie ſich hier aus dem Giebel erhoben und keine Schießlöcher hatten.
Es war nicht zu verkennen, daß dies Haus einem Bürger zugehören mußte, der aus Eitelkeit ſich eine rit⸗ terliche Wohnung hatte bauen wollen, den jedoch die Scham zurückgehalten, ſich ganz und gar über ſeinen Stand zu erheben. Dadurch war dieſes Haus ein Ge⸗ miſch von adeligem und bürgerlichem Bauſtyl, auf jeden 6*


