Teil eines Werkes 
1 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

Lievens Vater binnen kurzer Zeit ſeine Einwilligung geben werde.

Als Jakob von Artevelde in das Gemach trat, war Lieven damit beſchäftigt geweſen, Veerle das ſchöne Ge⸗ dicht von dem Ritter mit dem Schwane zu erzählen, und die Mutter hatte ſich zu ihnen neben der Eſſe bei dem Feuer hingeſetzt, um zuzuhören. Die Jungfrau bat ihn jetzt, in ſeiner Erzählung fortzufahren; aber Lieven war zu ſehr geſtört worden durch Artevelde's eigenthümlichen Ausdruck und deſſen geheimnißvolles Thun. Er ver⸗ muthete, daß ſich Wichtiges zugetragen habe, und lehnte die an ihn gerichtete Bitte freundlich ab, um in tiefes Nachdenken zu verſinken. Die Rückkehr ſeines Vaters, die Befreiung Flanderns, ja ſelbſt ſeine Liebe konnten hier in die Wage gelegt werden; denn er vermuthete mit Recht, daß bei dem geringſten Funken, der unter das auf⸗ geregte Volk geworfen würde, eine verheerende Flamme in allen vier Ecken von Flandern aufſchlagen möchte. Viel⸗ leicht würde er jetzt Etwas von ſeiner Hoffnung und ſei⸗ ner Angſt der verwunderten Veerle mitgetheilt haben; aber ihm wurde keine Zeit dazu gelaſſen, da Artevelde und Ghel⸗ noot von Lens ſogleich wieder in das Gemach zurückkamen.

Jakob näherte ſich ſeiner Gattin und ſagte zu ihr: „Cathelyne, habe die Güte, Jacquemyne zu befehlen, daß ſie ein großes Feuer im oberen Gemache nach der Straße zu anzünde und die Thür nach dem Paddenhoek ver⸗ ſchließe; ich erwarte viele Freunde, die binnen einer Stunde hier ſein werden. Jacquemyne muß mich be⸗ nachrichtigen, wenn Jemand kommt.“