Teil eines Werkes 
1 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

dreimal nde, und berühmte

atte, öff⸗ ein gro⸗ er gedient teres Ge⸗ kunft von ehrerbie⸗ eer jedoch sſchließlich fern vom Lens, be⸗ kantel und s ſagen.“ at der vlä⸗ ähnen ge—

winkend,

azig Jahre nen Augen ungemein auf dem dem erſten hten Vlä⸗ erkennen: ung, doch

Jakob von Artevelde. 25

immer bereit, zu lachen, zu ſcherzen und zu jubeln, ſo lange keine außerordentliche Rührung ſich ſeiner bemäch⸗ tigte und Ernſt oder Gram in ihm hervorrief, arglos und ſanft, wie ein Kind, im gewöhnlichen Leben, aber wüthend und unverzagt, wie ein Löwe, ſobald Unrecht, Hohn oder Unterdrückung ſein trotziges Gemüth ver⸗ wundete.

Die im Gemache zurückgebliebenen Perſonen waren zwei Frauen und ein Jüngling von ungefähr zwanzig Jahren. Die eine Frau war die Gemahlin Jakob von Artevelde's. Ihre Geſichtszüge, ihr Benehmen und ihre Sprache, kurz Alles in ihr verkündete ihre edle Herkunft. Sie gehörte in der That zu dem ritterlichen Geſchlechte von Trongene und war eine Tochter Seghers von Cor⸗ trazyn, Marſchalls von Flandern, welcher früher die Ge⸗ fangenſchaft des Grafen Guido theilte und jetzt wieder auf Antrieb des Königs von Frankreich in einen Ker⸗ ker des Kaſtells zu Rupelmonde geworfen worden war. Neben ihr ſaß ihre Tochter, ein junges, kaum der Kind⸗ heit entwachſenes Mädchen, mit feurigem Blick, ſchwar⸗ zen Augen, ſchlanker Geſtalt und ſehr zarten Geſichts⸗ zügen. In ihr ſchienen ſich Einfachheit und Kraft des Gemüthes vereinigt zu haben; denn in ihrer Sprache und ihren Geberden offenbarte ſich eine ſtolze, doch an⸗ muthige Freiheit, welche bewies, daß ſie eine ſehr ſorg⸗ fältige Erziehung genoſſen und wenigſtens geiſtig kein Kind mehr ſei. Ihre ganze Kleidung beſtand in einem Samar von hellblauer Seide, welcher vom Hals bis an die Füße ging. Eine Haube von weißem Linnen um⸗