XIV Hendrik Conſcience.
nate lang durch. Die Natur, der er nun wieder näher getreten, war ſein einziger, aber auch ſein kräftigſter Troſt.— Indeſſen ſein Gönner und Freund Wap⸗ pers verließ ihn nicht, ſondern lenkte von Neuem die Aufmerkſamkeit des kunſtſinnigen Königs Leopold auf ihn. Conſcience erhielt das Amt eines Greffier bei der Academie der ſchönen Künſte zu Antwerpen und ſah ſich nun vor jedem Mangel geſchützt. Von Neuem ergriff er jetzt die Feder, und es folgten nun raſch auf einander Hugo van Eraenhove, eine Geſchichte aus dem Mittelalter(deutſch von dem Verfaſſer dieſer Skizze), ſeine Avondstonden, Het Boek der Na- tuer,— ſeine Geſchichte Belgiens, Lambrecht Heus⸗ mans u. ſ. w.— Alle dieſe Leiſtungen erfreueten ſich des verdienteſten Beifalls, wurden in mehre fremde Sprachen überſetzt und erwarben ihrem Verfaſſer einen europäiſchen Ruf; natürlich war auch ihr materieller Ertrag günſtiger, als dies bei ſeinen früheren Arbeiten der Fall geweſen.
Hendrik Conſcience ward aggregirter Profeſſor an der Univerſität Gent, Profeſſor und Lehrer der vlämi⸗ ſchen Sprache und Literatur bei den königlichen Kin⸗ dern, Ritter des belgiſchen Leopolds⸗, des preußiſchen rothen Adler⸗ und des bayeriſchen St. Michaelsordens, ſowie Mitglied des königlichen Inſtituts zu Leyden.


