Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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ſich eine unabſehliche Fläche aus; auf ihrer Rechten dagegen ſahen ſie das Land ſich zu Hügeln und zu Bergen erheben, deren Gipfel und Rücken mit Ce⸗ dern, Cypreſſen und Tannen bekrönt waren. Viele Stunden fernab, hinter den immer höher werdenden Bergen brach ſich ihr Blick an dem rieſigen Grate der Sierra Nevada, deren Spitzen ſich ſo viele tau⸗ ſend Fuß zum Himmel erhoben, daß ſie mit ewigem Schnee und Eis bedeckt waren.

Die Wanderer waren an einer Stelle angelangt, wo ſie das große Thal verlaſſen mußten, um oſt⸗ wärts durch eine enge Schlucht zwiſchen zwei Hü⸗ geln emporzuklimmen. Es hatte einige Tage zuvor ſtark geregnet. Jetzt ſchien die Sonne und es war gutes Wetter; aber der durchweichte Boden war ſchlüpferig und faſt unwegſam, und die Wanderer keuchten noch mehr als zuvor aus Ermattung.

Die Männer, aus welchen dieſe Geſellſchaft von Goldſuchern beſtand, waren keine andern, als der Brüſſeler Pardoes und ſeine Freunde, Creps, Rooze⸗ man und Kwik, außerdem zwei neue Genoſſen. Der Erſte derſelben, welcher ſich meiſt zur Seite von Pardoes hielt, war ein Oſtender, welcher auf einem amerikaniſchen Schiff beinahe die Welt umſegelt hatte und zuletzt von Calloo abgereist war, um in Kalifornien Gold zu ſuchen. Es war ein Burſche, ſtark wie ein Bär, rauh von Worten, beſchränkt von Verſtand und ohne jegliche Regung von Edelmuth oder ſittlichem Gefühl. Er mußte händelſüchtig ſein, denn er rühmte ſich unaufhörlich ſeiner Gewandtheit im Kampfe mit dem Meſſer. An ſeiner linken Hand fehlte der kleine Finger; dieſes Glied hatte er in