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Eile Alles auflöst, was nur zerſtörbar iſt, kann man die Leichname nicht lang aufbewahren. Hier ins⸗ beſondere, wo eine anſteckende Krankheit zu herrſchen ſchien, mußte man ohne Aufſchub die ſterblichen Ueberreſte des Doctors beſeitigen.
Plötzlich wurde die Glocke langſam geläutet, wie
vor einem Begräbniß zu geſchehen pflegt; alle die Paſſagiere, die nicht bettlägerig waren, wurden auf das Verdeck gerufen und an der einen Seite des Schiffes aufgeſtellt. Dann kamen vier Matroſen mit dem Leichnam herauf und wandten ſich langſam und feierlich nach der Seite, wo die Paſſagiere ſtan⸗ den. Der arme Doctor war in ſeine Bettdecken wie in einen Sack eingenäht, und man hatte zu ſeinen Füßen noch eine Quantität Steinkohlen gelegt, damit er deſto ſchneller auf den Grund der See hinab⸗ ſinken möge. Nachdem die Matroſen am Rande des Schiffs Alles zu ſeinem Begräbniß gerichtet hatten, nahm der Kapitän ſeinen Hut vom Kopfe und be⸗ gann leiſe das herkömmliche Gebet zu leſen. Die Paſſagiere hatten gleichfalls das Haupt entblößt; viele waren bleich und zitterten bei dem Gedanken, daß man ihnen den ſchrecklichen Weg in die Ewig⸗ keit zeige, den ſie ſelbſt vielleicht morgen ſchon ein⸗ ſchlagen ſollten.
Das Gebet war ſchnell zu Ende. Auf ein Zei⸗ chen des Kapitäns ſenkten die Matroſen die Planke, worauf der todte Doctor lag, an Stricken bis auf die Oberfläche der See hinab, ließen ſie dort um⸗ drehen und auf ſolche Art den Leichnam in den grundloſen Ocean hinabfallen. Die meiſten der Zu⸗ ſchauer beugten ſich über den Rand des Schiffes
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