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Segel bewegt und die Hitze ſchien verdoppelt. Er⸗ ſchreckt durch die Möglichkeit, daß man bei lang an⸗ haltender Windſtille nicht Waſſer genug behalten würde, um die Küſte von Amerika zu erreichen, er⸗ klärte der Kapitän, die gemeinſame Wohlfahrt ge⸗ biete ihm, zu einer grauſamen Maßregel zu greifen. Fortan ſollte jeder Paſſagier nicht mehr als einen halben Liter Waſſers für den Tag bekommen. Die Verkündigung dieſes ſchrecklichen Befehls erregte die allgemeinſte Erbitterung und wüthende Klagen wur⸗ den laut; aber der Befehlshaber ſuchte ihnen begreif⸗ lich zu machen, daß die Windſtille noch einen ganzen Monat dauern könnte und er das Waſſer ſparen müßte, um nicht die ganze Mannſchaft in Todesge⸗ fahr zu bringen. Zur Warnung, um ſie zu überzeu⸗ gen, erzählte er ihnen, daß man auf derſelben Stelle der See, wo der Jonas ſich befände, ein großes portugieſiſches Schiff treibend gefunden hätte, das man von Menſchen verlaſſen wähnte. Als man an deſſen Bord kam, traf man gegen hundert Leich⸗ name da und dort auf dem Schiffe zerſtreut. Aus den Aufzeichnungen des Tagebuchs erfuhr man, daß die Paſſagiere ſich des Waſſervorraths bemächtigt und in blinder Gier denſelben verbraucht hatten. Die Aufzeichnungen waren bereits ſechs Wochen alt, und es ergab ſich, daß dieſe hundert Menſchen alle vor Durſt umgekommen waren und durch ihre eigene Schuld den ſchrecklichſten Martertod erduldet hatten. Der Kapitän fügte mit einem bezeichnenden Blicke bei, er würde den Jonas gegen ſolch ein Unglück zu vertheidigen wiſſen und dem erſten, der ſeine Hand nach einem Waſſerfaſſe auszuſtrecken wagte, mit ſei⸗


