Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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Himmel und verſengte mitleidlos Alles, was ihr Strahl erreichte, ſo daß man das Verdeck des Jonas unaufhörlich mit Seewaſſer begießen mußte, um das Holz vor Springen und das Pech vor Schmelzen zu bewahren; und zugleich um es den Paſſagieren möglich zu machen, den Fuß auf die glühenden Plan⸗ ken zu ſetzen.

— Die Luft war bleiſchwer und bewegungslos; die Segel hingen ſämmtlich ſchlaff an den Maſten herunter, und das Schiff lag gleich einem todten Rumpf, ohne ſich zu rühren, mitten auf der uner⸗ meßlichen See, die Jedermann gleich einer Wüſte vor⸗ kam, von der man niemals die Grenzen erreichen ſollte.

Die Paſſagiere liefen, der Verzweiflung nahe, hin und her, verſchmachtend, athem⸗ und muthlos, unten der ſchrecklichen Hitze erliegend und oben oder unten nach einem Plätzchen ſuchend, wo Erquickung oder Raſt zu finden wäre. Nirgends, nirgends, wo die Luft nicht ebenſo brennend und erſtickend war. Was ihr Loos noch peinlicher machte, war der Mangel an genügendem Waſſer. Viele verbrauchten, von un⸗ widerſtehlichem Durſt gemartert, ihre Ration, ſchon ehe die Sonne ſenkrecht über ihren Häuptern glühte, und mußten den lezten Theil des Tages in einem traurigen Ankämpfen gegen den Durſt zubringen.

So war es ſchon in den erſten Tagen der Wind⸗ ſtille. Wie ſollten die Leiden erſt noch wachſen und den Höhepunkt erreichen, wenn ſie viele Wochen lang mitten in dieſer Feuergluth und dieſer, jede Kraft vernichtenden Luft liegen bleiben mußten?

Am zwölften Tag hatte noch kein Windchen die

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