kelhafte Berthold! Er ſchildert hier das Bild ſeines Oheims nach dem Leben. Ja er vergißt ſelbſt ſeinen Lehnſtuhl nicht! Sollte er es wohl abſichtlich ge⸗ than haben? Unmöglich. Er iſt bis zu ſeinem zwanzigſten Jahr auf der Hochſchule geblieben; und während er ſolche kindiſche und unbeſonnene Ideale hegt, hat man, auch wohl ein Bischen auf meinen Rath, vor ihm verborgen gehalten, welchen Handel wir hier treiben. Er hätte ganz bequem es merken können; aber er wohnt in der Luft... Iſt dies ein Zufall? Hat er in ſeinen Büchern geleſen, daß Wucherer Menſchen ſind, die Gewiſſensbiſſe haben, und mitten unter dem Geld vergeblich nach Glück und Frieden ſeufzen? Die Unſchuld!— Er wähnt ſich verſtändiger als Jedermann; er ſieht mit Ver⸗ achtung auf den armen Schreiber nieder— und er iſt thöricht genug, ſich ſelbſt den Strick um den Hals zu legen, ohne es zu wiſſen. Glücklicher Zufall! Ha, ha, Monk, lieber Junge, Dein Feind iſt in einen Fallſtrick gelaufen: laß ihn nicht entwiſchen... Da höre ich Herrn Robyn die Treppe herunterkommen. Verbergen wir das Buch, bis unſere Handelsſachen abgethan ſind; der Effect möchte ſonſt leicht geſtört werden...“
Er trat eilig an das Pult, ſetzte ſich nieder und gab ſeinem Geſicht den harmloſeſten Ausdruck der Gemüthsruhe, während er die Feder in die Hand nahm und zu ſchreiben ſich ſtellte.
Eine Seitenthüre wurde geöffnet. Herr Robyn, durch die alte Margret am Arm geleitet, trat ein und ließ ſich vorſichtig in den breiten Lehnſtuhl fallen, der dicht neben der eiſernen Geldkaſſe ſich befand.


