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Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Vater, rief ſie,wenn nur Berthold jetzt hier wäre, was für ein ſchönes Gedicht könnte er machen! .. aber er wohnt in der Stadt; und wenn die Sonne die Wohnung von Mynheer Robyn beſcheint, ſteht ſie bereits hoch am Himmel.

Du meinſt, Laura, daß ein Dichter die Dinge ſehen muß, um ſie mit dem übertriebenen Ton, den man Seele und Gefühl nennt, zu beſchreiben?

In der That, Vater, es iſt doch wunderbar: Berthold wohnt nicht auf dem Felde, und dennoch beſingt er die Natur und ſchildert ihre Pracht mit Farben, ſo glänzend und ſo wahr, daß es iſt, als ob Alles, was ich hier bewundere, in ſeinen ge⸗ fühlvollen Verſen wiederkehre. Sieht der Dichter vielleicht in ſeinem Innern dies Alles abgeſpiegelt? Weiß er durch Eingebung allein Dinge, die Nichts, die Niemand ihn gelehrt hat?

Einfältiges Kind! der Dichter ſetzt ſeine Ein⸗ bildung an die Stelle der Wirklichkeit; aber iſt er mit Gefühl begabt, das zum Aufbau einer Schein⸗ welt nothwendig iſt, dann behagen ſeine Verſe dem unerfahrenen Herzen gleich dem Zauberglas, welches das Auge durch ein farbenreiches Schillern ergötzt.

Dichter ſein iſt doch ſehr ſchön, nicht wahr, Vater?

Es iſt eine Erholung, ein Vergnügen gleich einem andern, eine Grille der Jugend. Auch ich habe, ehe ich das wirkliche Leben kennen lernte, Verſe gemacht. Wer macht ſie nicht, wenn er mit Augen von zwanzig Jahren nichts als die glänzende Oberfläche der Welt ſieht? Berthold wird einſt ſehr reich ſein; mag er ſich noch einige Zeit mit Verſe⸗