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Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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und Gebahren: Alles an ihm zeugte von einem Mann⸗ der gewohnt war, in der beſten Welt zu eben.

Während ſeine Tochter zum liebevollen Morgen⸗ gruß die Arme um ſeinen Hals ſchlang, drückte er einen Kuß auf ihre Stirne und ſprach:

Das ſchöne Maiwetter lockt Dich ſo früh in den Garten, nicht wahr, meine gute Laura? Du ſtreifſt den ganzen Tag unter Deinen Blumen herum, Dich Deinen ſchwärmeriſchen Traumgebilden zu über⸗ laſſen. Du haſt recht, Laura; es iſt ſo ſüß, der Honig, der in dem Lebensbecher oben ſchwimmt... komm, gehen wir zuſammen; Deine harmloſe Freude erinnert mich an Deine Mutter: ſie ſah auch in ihrem kindlichen Vertrauen nur die ſchöne Seite der Welt.

Vater, Du biſt betrübt, antwortete das Mäd⸗ chen liebkoſend,ſage mir, was Dich bekümmert, ich werde Dich tröſten.

Betrübt, ich? Du täuſcheſt Dich, Laura.

Du ſaßeſt ſchon wieder ſo voll Gedanken und ſo einſam auf dieſer Bank.

Ah, ah, unſchuldiges Kind, Du meinſt, daß ein Mann durch die Welt kommt, ohne zu denken? Ich bin wohlgemuth; das ſchöne Wetter gibt mir ein Gefühl von Jugend. Höre die Vögel ſingen, ſiehe das junge Grün ſich entfalten, ſieh die Blumen im Sonnenlicht erglänzen. Wer kann mitten in der lachenden Natur gefühllos bleiben?

Dieſe Worte und der Ton, womit ſie geſprochen waren, ſchienen Laura zu beruhigen. Ihre Ge⸗ danken nahmen eine andere Richtung.

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