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Der Geldteufel : Gemälde aus unserer Zeit / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

Noch floß gleich einem ſilbernen Gewebe der letzte Reſt des nächtlichen Nebels in den Tiefen der Gebüſche, noch iſt die Luft kühl und feucht, aber bald hebt die ſchönſte Maitagsſonne ihre glänzende Scheibe hinter dem Walde empor und wirft ihre Strahlen über die ruhende Natur, gleichſam als Ruf zum Leben und zur Freude. Sanft und mild iſt das junge Licht; es färbt die Spitzen der Bäume mit ſchimmerndem Gold, es küßt die Blumenkelche auf und verbreitet ſich weiter und weiter als ein funkeln⸗ der Perlenſtrom über die Gräſer, welche noch ſchlafend im Morgenthau ſich baden. Die Nachtigall läßt die letzten Noten ihres Liedes in dem ſtillen Laube er⸗ tönen; die Lerche klimmt himmelan und läßt einen Regen von Tönen ihrer mächtigen Kehle entfallen; hundert Stimmen erklingen von Strauch und Staude und ſingen dem Herrn ihren dankbaren Morgen⸗ gruß. Die Luft iſt mit wohlriechenden Blumen⸗ düften beladen, das Licht bezaubert durch ſeinen jungfräulichen Glanz, die Bäume entfalten ihre zar⸗ ten Blätter, die Kerbthierchen beginnen ihr raſtloſes Leben, der Geſang der Vögel nimmt mehr und mehr zu. Alles iſt verjüngt, Alles ſcheint begeiſtert von