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Der Geizhals / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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Fleiſche..... er will nicht ſterben..... der Hunger wird ihm helfen..... ich hab ein Teſtament..... Geduld, er geht, er geht, er ſeufzt, er ſtirbt.... ah, nun gehört Alles mir!

Ein furchtbarer Schrei entflog der Bruſt des Greiſes.

Thys fuhr aus dem Schlaf auf, rieb ſich zitternd die Augen und ſah den Kranken erſtaunt an, der nun aus aller Kraft um Hülfe rief und das Zimmer mit ſeinem Angſtgeſchrei erfüllte.

Sobald ſich Thys verſichert hatte, daß er keinen Ueberfall von Außen zu erwarten habe, begriff er die Urſache des Schreckens und errieth aus ſeiner eigenen Aufregung, daß er vielleicht im Traume geſprochen.

Er ließ den Kranken einige Augenblicke fortſchreien, bis er ermüdet aufhörte; indeſſen faltete er die Arme über die Bruſt und ſagte mit zornigem Lachen auf den Lippen:

Nun, Jan⸗Ohm, wie lange wird das dauern? Macht

Lärm, ruft und ſchreit, es nützt Euch nichts: Niemand kann Euch hören.

Aber der Alte, von dem Ausdruck ſeines Geſichtes noch mehr erſchreckt, rief aufs Neue verzweiflungsvoll um Hülfe. Die Todesfurcht ſchien ſeine Kräfte verdoppelt zu haben: ſeine Bewegungen waren ſtark und ſeine Stimme kräftig.

Still! rief Thys, während er Jan⸗Ohm die Fauſt vors Geſicht hielt und ihn zu ſchlagen drohte.Still, oder ich erſticke Euch die Stimme in der Kehle.

Als Jan⸗Ohm mit Schreien aufhörte, zog Thys ſeine Fauſt zurück.

Soll ich endlich hören, was Ihr wollt? ſprach er drohend.

Der Greis ſchwieg einen Augenblick, um Athem zu holen, denn ſeine Bruſt wogte ſichtbar; auch ſeine Angen blieben mit Schmerz auf Thys gerichtet.

Dieſer fragte mit ſpottendem Tone:

St geſtochen Sinnen, gut, wei men, als

Der

Dr Hungers Waſſer Du willſ Mörder!!

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