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Er bekam keine Antwort. Thys kreuzte die Arme auf der Bruſt und ſah den Greis verwundert an.
„Und Cäcilie,“ ſagte dieſer wieder,„Cäcilie möchte ich vor meinem Tode noch einmal ſehen. Sie hat ſich vergangen und iſt ſchuldig; aber ich träume immer von ihr; und muß ich ihr nicht vergeben, ehe ich vor Gott erſcheine?“ A
„Je länger Ihr fortmacht, deſto hübſcher wird's,“ rief Thys ſpottend.„Nun glaube ich wahrhaftig, daß Ihr krank ſeid; nicht leiblich, ſondern geiſtig. Cäcilie lacht Euch aus; ſie wohnt bei ihrem tollen Freier und treibt Spott mit Euch. Ich habe ſie gefragt, ob ſie Euch beſuchen wolle und ſie hat mir geantwortet, daß Ihr wohl nach der andern Welt wandern werdet, ohne ſie zu ſehen.“
Der Greis ließ den Kopf auf die Bruſt ſinken und wiſchte ſich zwei Thränen ans den Augen.
„Nun ja,“ fuhr der Andere fort,„ruft den Paſtor, ruft den Doctor; öffnet Euer Haus für alle, die kommen wollen; aber macht dann auch Eure Börſe für alle die auf, die hineinfühlen wollen. Ihr werdet nicht mehr mit Stübern fertig werden; jeder Beſuch, jedes Wort koſtet Euch Gulden.“
„Ach, dann laß' mich noch etwas warten,“ ſeufzte der Greis, indem er ſich verzweiflungsvoll und erſchöpft im Bette aufrichtete..
„Auf baldiges Wiederſehen,“ ſagte Thys,„und faßt Muth; Ihr ſeid nicht ſo krank, als Ihr meint.“
Mit dieſen Worten verließ er das Zimmer und ſtieg die Treppe hinab. Bei dem Kamine blieb er einen Augen⸗ blick nachdenklich ſtehen und ſprach:
„Die Bombe iſt geplatzt! Der Paſtor, Cäcilie, Fleiſch..... und morgen den Doctor und übermorgen den Notar! Ho, ho! Er mag rufen laſſen, ſo viel er will, es hilft ihm nichts: ich hab' den Geizhals in meinem Banne und Niemand kann ihn hören. Aber wenn


