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engen Raume losgelaſſen, in welchem mehr als ein Dutzend Männer in wüthendem Kampfe begriffen waren.
„Edmond, her zu mir!“ rief jetzt Girard.„Rücken an Rücken!
Laß' uns das Leben theuer verkaufen!“
Auch der rieſige Kutſcher, der unermüdlich ſeine Axt ſchwang, war bis zu Girard zurückgezogen; er blutete bereits, ließ ſich da⸗ durch aber nicht abhalten, ſeine letzten Kräfte anzuſtrengen und den Feinden die Kraft ſeines Armes fühlen zu laſſen.
Der Diener Edmond's aber war bereits ſchwer verwundet an die Wand geflüchtet und dort niedergeſunken, unfähig, noch ferner den Arm zur Fortſetzung des Kampfes zu erheben.
So ſtanden denn drei Männer allein, neun bis zehn wüthenden Gegnern gegenüber, denn ſo viele waren nun in das Gemach ge⸗ drungen.
Kein Schuß fiel jetzt mehr; die Räuber in ihrer Wuth, die Gegner, die ihnen ſo hartnäckigen Widerſtand geboten und ihnen ſo ſchwere Verluſte beigebracht, möglichſt ſchnell niederzuſchlagen, nah⸗ men ſich nicht mehr Zeit, ihre Gewehre zu laden und Mancher von ihnen hatte durch das Hineinknallen in das Zimmer, ohne ein Ziel vor ſich zu haben, ſein Pulver wohl auch ſchon verſchoſſen.
Die Angegriffenen hingegen hatten zwar noch Jeder einen Schuß in der einen Piſtole, aber ſie wollten denſelben bis zum letzten Augenblicke der höchſten Bedrängniß verſparen. Zum Neu⸗ laden hätten ſie ohnehin keine Zeit mehr gefunden.
So kämpften ſie denn, ein Mann gegen drei Mann, rüſtig fort.
Aber was war denn das?— In einer Ecke des Gemaches zuckte plötzlich eine lange, feurige Zunge auf und ſchlug höher und höher!
In Folge des vielen Schießens war ein Haufen leicht brenn⸗ barer Gegenſtände, der dort gelegen, in Brand gerathen, und der durch die offenen Fenſter und Thüre gehende heftige Zug hatte die Flamme angefacht.
„Feuer! Feuer!“ klang es.
Einige der Räuber ſtürzten ſich ſofort auf die Flamme, ſie zu Feerſſticken, weil noch Zeit war, der Krüger, um deſſen Eigenthum es
ſich handelte, ihnen voran.— Durch dieſen Vorfall bekamen die Reiſenden etwas mehr Luft,


