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appetiterweckend zu ſein.— Sie entſchuldigten ſich daher mit leicht erklärlichem Appetitmangel, der ſeinen Urſprung in dem durch den erlittenen Ueberfall ausgeſtandenen Schrecken habe, und die Banditen waren galant genug, dieſer Entſchuldigung zu glauben und auf rauhe Art ihr Bedauern auszuſprechen, ohne es zu wollen, Urſache dieſes Appetitmangels geworden zu ſein, wodurch ſie jetzt des Vergnügens beraubt würden, die Damen in ihrem Kreiſe bewirthen zu können.
Albert mußte allerdings ſich entſchließen, an dem Mahle in⸗ ſoweit wenigſtens Theil zu nehmen, daß er das Fleiſch koſtete, allein ſeine Soldatennatur unterſtützte ihn dabei, ſo daß er ſogar an dieſer Koſt Geſchmack fand und nachher ſeiner Gattin und Eugenien ver⸗ ſicherte: das Fleiſch habe gar nicht ſo übel geſchmeckt und er habe während ſeines afrikaniſchen Kriegslebens ſchon ganz andere Koſt vertragen müſſen, gegen welche das von Brigantihand bereitete Hammelfleiſch trotz dem Wildpretgeruch doch noch ein Göttermahl genannt werden müſſe.
Matteo hatte es ſchon mehrere Male verſucht, von Albert zu erfahren, was derſelbe von ihm verlange, hatte aber vor der Hand nichts weiter erfahren. Dagegen ſtellte Albert das Verlangen, daß Matteo, und da nun Luigi da ſei, auch dieſer, ihn nach Voltura begleiten ſolle, damit er daſelbſt mit Ruhe mit ihm ſprechen könne.
Luigi war ſogleich bereit, aber Matteo zeigte ſich anfangs be⸗ denklich. Er mochte fürchten, daß, da der Reiſende ihn nun als Mitglied einer Bande Brigantis kennen gelernt und derſelbe auch ſeine Wohnung wußte, wie er daraus erfahren, daß Albert bereits dort nach ihm gefragt, es könne für ihn der Beſuch der Stadt in ſolcher Geſellſchaft gefährlich ſein.
Albert beruhigte ihn darüber und ſagte ihm, daß er durchaus nichts zu fürchten habe, es ihm nur daran liege, über verſchiedene Gegenſtände und Angelegenheiten recht ausführlich zu ſprechen und ſein Schaden werde es nicht ſein, wenn er dann offene Antworten gäbe.
Aber,“— ſagte Matteo, immer noch etwas bedenklich.
„Kein Aber, Alter,“ entgegnete Albert.„Ich verſichere Dir nochmals, daß die ganze Angelegenheit für Dich nicht nur höchſt unverfänglich iſt, ſondern Dir ſogar ſehr großen Vortheil bringen kann.“
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