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er ſeine Abſicht jetzt durchzuſetzen ſuchte und dabei ſelbſt gebieteriſch
ſprach, hatte dieſer Luigi manche Aehnlichkeit mit dem Charakter
Monte Chriſto's.
Mit ernſtem Blicke muſterte Albert den jungen Menſchen, ſo gut dieſes in der Nacht möglich war.
„Iſt denn der Matteo nicht hier?“ fragte jetzt Luigi.
Ein Briganti trat hervor.
„Teufelsjunge,“ ſagte er,„freilich bin ich hier.— Wie aber kommſt Du hierher? Du ſollteſt drüben bleiben und die Nacht bei der Heerde wachen.— Iſt das Dein Gehorſam?“
„Ohm,“ entgegnete Luigi,„es iſt dort drüben nichts verſäumt, denn ich habe einen Stellvertreter zur Heerde geſetzt und ich bin gegangen, Dich zu ſuchen. Dachte mir es ſchon, daß Du hier ſein würdeſt.“
„Mich ſuchteſt Du?“ fragte Matteo.
„Ja, Ohm,“ antwortete Luigi,„ich ſuchte Dich, um Dir zu ſagen, daß Dich dieſer Signor aufſuchen und ſprechen wollte.“
Luigi deutete bei dieſen Worten auf Albert.
Die Worte Luigi's hatten bei den Brigantis allgemeines Er⸗ ſtaunen hervorgerufen; man ſah ſich ſtutzend an und wich etwas zurück, denn die Bemerkung, daß der Reiſende, den man ſo unge⸗ ſtüm angegriffen und ſelbſt ſchon am Leben bedroht hatte, ſeine Reiſe zu dem Zwecke unternommen, einen ihrer Kameraden aufzu⸗ ſuchen und ihn zu ſprechen— man ſchloß dieſes aus Luigi's Worten — machte die Brigantis betroffen und brachte ſie auf den Gedanken, hier einen Mißgriff begangen zu haben.— Sie wichen weiter zurück, der Platz um den Wagen wurde frei.
Matteo trat auf Albert zu, nahm ſeinen Hut ab und grüßte ſehr höflich und ehrerbietig; dann fragte er:
„Signor, Ihr wollt den alten Matteo ſprechen?“
Albert bejahte dieſes und fragte: ob er der Matteo ſei, von dem der junge Schäfer ihm geſagt.
„Freilich heiße ich Matteo,“ antwortete der Briganti ſehr ge⸗ ſchmeidig und immer noch den Hut in der Hand haltend.„Was befiehlt der Signor? Was ſoll der alte Matteo thun?“
„Dor allen Dingen mir dieſe Burſchen vom Halſe zu halten, erſuche ich den Signor Matteo unter Zuſicherung einer guten Be⸗


