Teil eines Werkes 
1. Th. (1870)
Entstehung
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„Es kommen Reiter,“ ſagte der Sohn, der vorwärts getreten war und hinausgelauſcht hatte.

„Dann ſind es Trapper,“ meinte Thom ſorglos.„Sie werden uns um ein Nachtquartier anſprechen.“

Da kamen die Reiter ſchon zum Vorſcheine: es war der Trap⸗ per mit den beiden Reiſenden.

Der Trapper rief dem Knechte zu, daß man ihnen die Thüre zu der Umzäunung öffnen möge, damit ſie einreiten könnten, und bereitwillig ward dieſem Verlangen entſprochen. Die ſpäten Gäſte ritten ein und Thom trat ihnen entgegen, den Trapper mit vieler Herzlichkeit als alten Bekannten begrüßend. Auch den Reiſenden ward freundlicher Gruß und die Einladung abzuſteigen und ſich's bequem zu machen.

Thom bemerkte zugleich, daß die Gäſte ihm ganz willkommen ſeien, ſie ſich aber mit einem Lager von Heu und Stroh begnügen müßten, denn mehr zu bieten ſei er nicht im Stande.

„Einem alten Soldaten genügt das,“ ſagte Morcerf lächelnd.

„Für einen Jäger iſt Stroh ſchon ein fürſtliches Lager,“ meinte der Trapper, und begann ſofort ſein Pferd abzuſatteln.

Die Reiſenden folgten dieſem Beiſpiele und erleichterten ihre Pferde ebenfalls von ihrer Bürde.

Der Farmer rief unterdeſſen ſeiner Frau zu, für eine Abend⸗ Mahlzeit und dann für ein Nachtlager zu ſorgen, dem Knechte aber befahl er, für die Pferde das Jöthige herbeizuſchaffen.

„Und nun,“ ſagte der Farmer zu dem Trapper und den Rei⸗ ſenden,„und nun ſetzen wir uns her und rauchen eine Pfeife, bis die Weiber drinnen mit ihrer Wirthſchaft fertig ſind. Alter John, haſt Du heute keine Jagdabenteuer zu erzählen?“

Dieſe Frage galt dem Trapper.

„Das käme nachher zurecht,“ entgegnete John Walton,„für's Erſte habe ich eine ernſte Frage an Dich, Thom: Haſt Du Etwas von Rothhäuten gemerkt?“

Das Wort„Rothhäute“ machte vielen Eindruck auf den Far⸗ mer, denn ſein gemüthliches Geſicht nahm plötzlich einen ernſten Ausdruck an, er ſchaute den Trapper fragend an und ſagte dann, 2⸗