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Zweites Kapitel. In der Farm.
Eine ebene Fläche im Urwalde zeigte ſich den Blicken. Es war ein faſt viereckiges Stück Land, von allen Seiten mit mächtigen hohen Bäumen umgeben, Hykoris, Eichen, Eſchen, Ulmen, Tannen, und da und dort ein blühender Tulpenbaum bildeten die Begrenz⸗ ung des Platzes.
Dieſer Platz ſelbſt war mit Stangen theilweiſe eingefaßt und mit Weizen, Mais und Küchenkräutern beſäet, oder auch mit Kar⸗ toffeln bepflanzt. Alles ſtand ſchön und kräftig, Zeugniß von der Fruchtbarkeit dieſes Bodens ablegend. Seitwärts des eingezäunten Platzes lagen noch eine Anzahl Baumſtämme wirr auf dem Boden durch einander, ſie harrten des Wegſchaffens, damit dann die ab⸗ geſchlagene Waldſtelle ebenfalls urbar gemacht werden könnte.
Am Rande der eingezäunten Feldſtücke lag das Blockhaus,
Wohn⸗ und Wirthſchaftsgebäude gleichzeitig vorſtellend. Es war ein
aus unbehauenen Baumſtämmen zuſammengefügtes längliches Viereck, das ein ſehr feſtes Ausſehen hatte. Die Fugen zwiſchen den Stäm⸗ men waren ſehr ſorgfältig mit Moos verſtopft und mit Lehm ver⸗ ſtrichen. In den Wänden waren kleine Oeffnungen eingeſchnitten, und einige dieſer Oeffnungen mit Glasfenſtern verſehen, wo man freilich nicht recht wußte, wie dieſes zerbrechliche Material in dieſe Wildniß gelangt war. Auf den feſten Wänden ruhte ein Dach aus Stangen, Raſen, Baumrinde und Stroh zuſammengeſetzt, ein Schorn⸗ ſtein ragte über daſſelbe hinaus.
An dieſes Hauptgebäude der Farm ſchloß ſich ein zweites, zwar auch großes, aber weit leichter gebautes Gebäude, und außerdem ſtand noch ein kleiner offener Schuppen da, der zur Aufbewahrung
von allerhand Geräthen diente. Dieſe Gebäude waren noch beſon⸗ Monte⸗Chriſto's letzter Weltgang. 2


