Teil eines Werkes 
1. Th. (1870)
Entstehung
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Erſtes Kapitel. Die beiden Reiſenden.

Es war ſchon hoch am Nachmittage, die Sonne ſtand ſchon tiefer am Himmel, der ſich in heiterer Bläue und wolkenlos über die Landſchaft ſpannte. Es war dieſe zunächſt eine kleinere Prairie, durch welche ſich ein kleines Flüßchen ſchlängelte, das langſam ſeinen Lauf dem rieſigen Miſſiſippi zu nahm, der in einigen Meilen Ent⸗ fernung ſeine Wellen dem fernen Meere zurollte.

Die Prairie war ungleich, Bodenerhöhungen bildeten wellen⸗ förmige, größere und kleinere Hügel; ſie glich ſo einem ſmaragdgrünen Meere, das Wellen warfV; aber dieſe Wellen blieben unbeweglich, ob auch auf der Prairie ſelbſt Bewegung herrſchte, denn unter dem bald weicheren, bald ſtärkeren Hauche des Luftzugs ſenkten und hoben ſich die ſchlanken Halme des hohen Prairiegraſes, und wiegten ſich nach allen Seiten, ſo daß die weite grüne Ebene wieder aus⸗ ſah, gleich der Oberfläche eines Sees, über den ein leichter Wind⸗ hauch ſtreift..

Der üppigſte Graswuchs war hier vorhanden, die Halme ſchoſſen faſt in Manneshöhe empor, vermiſcht mit ſich um die Halme ſchlin⸗ genden Convolvulusarten und den verſchiedenſten Gattungen Blumen, deren Blumenſternchen und Blumendolden durch das Grün ſchim⸗ merten.

Des Fluſſes Lauf wurde durch Gruppen von Bäumen und Ge⸗ ſträuchen bezeichnet, auch mochte zu beiden Seiten des Ufers der Boden ſumpfig ſein, denn dort hatte der Graswuchs eine ganz be⸗ ſondere Ueppigkeit, und dort ſtand auch hoch aufſtrebendes Schilf bald in Gruppen, bald größere Stellen bedeckend, und die Blüthen⸗ fahnen des Schilfes flatterten in der Luft, während die ſich an ein⸗ ander reibenden Blätter des Schilfes jenes eigenthümliche, in mannich⸗

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